Firmengeschichte

Alfred (Fredy) Welte übt bereits in der 6.Generation den heute seltenen Beruf eines Küfers in Frastanz aus. Die Zeit eines so großen Wandels, neuer wirtschaftlicher und industrieller Entwicklungen, des Aufkommens neuer Rohstoffe bedeutet neben Vorteilen und Aufschwung für mancheBerufszweige leider auch das Aussterben vieler Handwerksberufe, darunter auch den desKüfers oder Faßbinders. Es bedarf deshalb mancher Überlegungen, Phantasie und Initiativen das Erlernte und die erworbenen Fähigkeiten der veränderten Nachfrage anzupassen und damit das Überleben zu sichern. Dies scheint der Familie Welte im Lauf der Jahrzehnte gelungen zu sein. Wie schon sein Großvater Gottlieb (1809-1881) und sein Vater Franz-Josef (1847-1930) erlernte und betrieb Alfred Welte (1876-1957) das Küferhandwerk in Frastanz. In den Jahren 1903-1905 errichtete er das Wohnhaus mit Werkstätte in der Schmittengasse.
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Seine, vorerst nur von Hand geschaffenen Erzeugnisse waren hauptsächlich: für den Haushalt: Waschstanden, Gelten, Putzkübel, Kinderbadewannen für die Landwirtschaft: Tränkkübel, Butterfässer, Brenten und anderes Michgeschirr für die Alpen. Lange Jahre stellte er sich auch den Vorarlberger Küfern als Innungsmeister zur Verfügung. Sein Sohn Oskar (1903-1981) belieferte vorerst mit denselben Artikeln Wiederverkäufer und mit Maurerkübel Baugeschäfte im ganzen Land, um nach dem 2.Weltkrieg den Betrieb dannallein zu übernehmen. In diese Zeit, in welcher 1947 wieder dessen Sohn Alfred (1931) in die Lehre eintritt, fällt die Vergrößerung der Werkstätte, des Ankaufs von Maschinen und das Erzeugen von Eichenfässern in größerem Umfang.
1965 übernimmt Alfred Welte die Küferei, führt weiterhin all jene Aufträge und Reperaturen durch wie seine Vorfahren und, da das Aufkommen von Plastikbehältern deutlich spürbar wird, nimmt er die Erzeugung von „Ziergefäßen“, wie Schirmständer, Blumenkübel, Schnapsfäßchen, Faßmöbel u.a.auf 1970 als Innungsmeister berufen, sieht er seine Aufgabe vor allem darin, eine Einigkeit unter den Berufskollegen herzustellen und dem Holzfaß, aber auch dem Most wieder den gebührenden Ruf zu verschaffen. Den Weiterbestand des Küferhandwerks sicherte er durch die Ausbildung zweier Lehrlinge (Lässer Peter, Welte Fredy) der einzigen, heute noch in Vorarlberg tätigen Meister in seiner Werkstätte. 1971 richtet er einen Verkaufsraum ein und nimmt den Handel mit Holzwaren, Korbwaren und anderen kunsthandwerklichen Artikeln auf, den er 1975 durch einen Zubau erweitert. 1986 kommt die Bastelstube dazu und die von seiner Frau Hildegard geleiteten Bastelkurse erfreuen sich großen Zuspruches.
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1992 erfolgt die Betriebsübergabe an Alfred junior, welcher vorher 2 Jahre große Erfahrungen im Holzfaßbau und der Kellereiwirtschaft in der Schweiz gesammelt hat. Neben seiner Tätigkeit in der Werkstätte beschäftigt er sich sehr mit der Erzeugung eines Spitzenmostes. Seine Bemühungen wurden durch die Verleihung des Titels „Moster des Jahres“ 1995 und des Mostgütesiegels 1996 mit der Höchstpunktezahl belohnt. Er mit seiner Gattin Barbara, einer gelernten Floristin, hat er eine gelungene Neugestaltung des Geschäftes vorgenommen. Wie auch seine Vorfahren produziert Meister Welte alle anfallenden Arbeiten in der Werkstätte. Mit vielen neuen Produkten ( können sie im Online-shop besichtigen ) behauptet sich die Fam. Welte erfolgreich am Markt. Auch die Edelbrände, die Alfred Welte in der eigenen Brennerei produziert erfreuen sich großer Beliebtheit.